Magen-Darm-Probleme unterm Weihnachtsbaum: Warum Tannen für Haustiere oft schwer verdaulich sind

Magen-Darm-Probleme unterm Weihnachtsbaum: Warum Tannen für Haustiere oft schwer verdaulich sind

Weihnachten ist das Fest der Ruhe und Besinnlichkeit. Doch in vielen Tierarztpraxen herrscht gerade an den Feiertagen Hochbetrieb. Ein häufiger Grund dafür sind akute Magen-Darm-Erkrankungen bei Hunden und Katzen. Was viele Tierhalter nicht wissen: Oft ist nicht der Gänsebraten der Auslöser, sondern der geschmückte Tannenbaum im Wohnzimmer.

Gefahr für den Magen: Warum Nadelbäume nicht in den Futternapf gehören

Für unsere Haustiere ist ein echter Baum im Wohnzimmer ein spannendes Objekt. Es riecht intensiv, man kann daran markieren oder darauf klettern. Doch sobald Teile des Baumes aufgenommen werden, beginnt das Problem für den Organismus. Die Verdauungsbeschwerden entstehen meist durch eine Kombination aus mechanischer Reizung und leicht toxischen Inhaltsstoffen.

Hier sind die drei Hauptursachen für Verdauungsprobleme durch den Weihnachtsbaum:

1. Die mechanische Reizung durch Nadeln

Tannennadeln sind extrem robust und für den Magen eines Fleischfressers nicht verdaulich. Wenn Ihr Hund oder Ihre Katze Nadeln verschluckt – sei es beim Spiel oder weil sie im Fell hingen und abgeleckt wurden –, werden diese im Magen nicht zersetzt.

Die spitzen Enden der Nadeln können die empfindliche Magenschleimhaut und die Darmwände reizen oder sogar verletzen. Der Körper reagiert darauf mit einem Schutzmechanismus: Er versucht, den Fremdkörper schnellstmöglich loszuwerden. Die Folgen:

  • Würgereiz und häufiges Erbrechen

  • Bauchschmerzen (das Tier zeigt einen gekrümmten Rücken oder Unruhe)

  • Blutbeimengungen im Erbrochenen oder Kot durch kleine Verletzungen der Schleimhäute

2. Ätherische Öle und Harze

Der typische Weihnachtsduft entsteht durch ätherische Öle, die im Baumsaft und in den Nadeln enthalten sind. Was für uns angenehm riecht, wirkt auf den Magen-Darm-Trakt von Tieren oft reizend. Zudem enthalten Nadelbäume Harze, die schwer verdaulich und klebrig sind.

Knabbert ein Tier an einem Zweig oder leckt austretendes Harz ab, gelangen diese Stoffe in den Magen. Besonders Katzen reagieren sehr empfindlich auf bestimmte ätherische Verbindungen, da ihre Leber diese Stoffe nur sehr langsam abbauen kann. Die Folgen:

  • Übelkeit und Speicheln

  • Appetitlosigkeit

  • Durchfall

  • In schweren Fällen können Vergiftungssymptome wie Zittern oder Schwäche auftreten.

3. Das vergessene Risiko: Das Wasser im Christbaumständer

Viele Tierhalter denken an die Nadeln, vergessen aber das Wasser im Baumständer. Dieses Wasser ist für Tiere absolut tabu. Da der Baum auch nach dem Schlagen noch Stoffe abgibt, reichern sich im Wasser ätherische Öle, Harze und eventuell Pestizide oder Düngemittel aus der Aufzucht an.

Zusätzlich bildet das stehende Wasser im warmen Wohnzimmer den perfekten Nährboden für Bakterien und Schimmelpilze. Trinkt der Hund oder die Katze davon, ist eine Magenverstimmung fast vorprogrammiert.

Ein weiterer Aspekt: Allergien und Atemwege

Auch wenn der Magen am häufigsten betroffen ist, sollten Sie wissen, dass Tannenbäume auch Allergien auslösen können. In den Zweigen befinden sich oft Schimmelpilzsporen aus der Natur, die in der warmen Heizungsluft aufblühen.

Wenn Ihr Tier also nicht unter Durchfall leidet, aber plötzlich niest, sich kratzt oder tränende Augen bekommt, kann auch hier der Baum die Ursache sein.

So schützen Sie Ihr Tier vor Bauchschmerzen

Sie müssen das Fest nicht ohne Baum feiern. Mit wenigen Vorkehrungen können Sie das Risiko für Verdauungsprobleme minimieren:

  • Tägliches Saugen: Entfernen Sie abgefallene Nadeln sofort. Achten Sie besonders darauf, dass keine Nadeln im Trinknapf oder Futter landen.

  • Wasser abdecken: Sorgen Sie dafür, dass der Christbaumständer so abgedeckt ist, dass kein Tier daraus trinken kann.

  • Kein Knabbern erlauben: Unterbinden Sie konsequent, dass Ihr Tier an den Zweigen kaut. Bieten Sie stattdessen attraktive Kaualternativen an.

  • Standortwahl: Stellen Sie den Baum so auf, dass er für das Tier nicht permanent im Weg steht oder zum Klettern einlädt.

Wann sollten Sie zum Tierarzt?

Sollte Ihr Tier über die Feiertage Erbrechen oder Durchfall entwickeln, beobachten Sie den Allgemeinzustand genau. Einmaliges Erbrechen ist oft harmlos. Sollte das Tier jedoch mehrfach erbrechen, Futter verweigern, apathisch wirken oder sollten Sie Blut im Kot bemerken, zögern Sie nicht, den tierärztlichen Notdienst zu kontaktieren.

Weisen Sie den Tierarzt darauf hin, ob das Tier Zugang zum Weihnachtsbaum hatte. Dies hilft bei der schnellen Diagnose und Behandlung, damit Sie und Ihr Vierbeiner die Feiertage bald wieder entspannt genießen können.

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